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WASSER - Martina Linker

Update Dezember 2011

"Dies alles konnten wir durch die Unterstützung der Spender aus Jutta's Qigong-Gruppen den Hunden im Tierheim bringen. Das Katzenfutter gab's noch extra....

Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer. Martina"

Mein Herz für Tiere war schon immer groß.

Schon in meiner Kindheit hatte ich einen Hund, einen Hasen, ein Meerschweinchen, Wüstenrennmäuse, Wasserschildkröten und eine Katze.

Seit ich dann mit 19 Jahren von zu Hause ausgezogen bin, habe ich meine mittlerweile 15 jährige Katze Aurie.

Durch einige Schicksalsschläge und den routinemäßigen Alltagstrott machte sich eine immer größere Leere in mir breit. Ich sah in meinem Dasein keine Sinnhaftigkeit mehr.

Eine zufällige Begegnung mit einer alten Schulfreundin brachte dann die Erleuchtung in mein Leben zurück. Sie engagierte sich schon lange für arme, von Menschen anscheinend vergessene Tiere, hauptsächlich in ehemaligen Ostblockländern.

Von da an begleitete ich sie auf ihren Fahrten und bei den Transporten der ungarischen Hunde aus sämtlichen Tötungsstationen, die es in diesen Ländern nach wie vor gibt.

Ich fing auch an, mit gleichgesinnten Freunden regelmäßig Flohmärkte zu veranstalten, aus Dingen, die andere Menschen nicht mehr brauchten und uns spendeten.  In der Zeit von April bis September, machen wir monatlich einen Flohmarkt. Mit dem Erlös kaufen wir Futter und unterstützen Tierheime in der Slowakei und in Oberwart.

Ebenso sammeln wir altes Bettzeug, Handtücher und Decken, welche die Heime ganz besonders jetzt im Winter dringend benötigen, da sie als einziger Schutz vor der Kälte in die Hundehütten eingelegt werden können.

Zweimonatlich fahren wir dann in die Tierheime, bringen das Futter und die gesammelten Decken vorbei. Dabei gehen wir auch ausgiebig mit den Heiminsassen spazieren.

Auch versuchen wir, die Hunde an ein neues, geliebtes Zuhause in Österreich zu vermitteln.

Gerade im Osten, wo es auch den Menschen an vielem fehlt, zählen Tiere gar nichts. Die meisten haben einen harten, von Schlägen, Misshandlungen und Hunger begleiteten Lebensweg hinter sich.

Es war ein langer, schwerer Weg zu verstehen, dass man nicht die ganze Welt retten kann, doch alle meine Freunde, Bekannten und Verwandten wissen, wenn sie sich ein Tier zulegen möchten,  dass sie bei mir an der richtigen Stelle sind.

Wenn jeder nur ein bisschen zu einem besseren, liebevolleren Miteinander beiträgt, ist anderen, doch vor allem sich selbst, langfristig am meisten geholfen.

Die Dankbarkeit und Freude der Tiere und auch die der Menschen mit ihren neuen Vierbeinern hat die Sonne in mein Leben zurück gebracht, und wenn wir so wie im Dezember Stunden im Freien bei  -12° draußen verbringen und mit den Hunden spazieren gehen, fahren wir doch innerlich befriedigt und mit Freude erfüllt nach Hause.

Sich für Andere, Schwächere einzusetzen und zu helfen, erfordert nicht nur Geld, das schönste und billigste Geschenk ist Zeit, welche ich für andere geben kann.

Mit dieser Tätigkeit ist die Freude und der Sinn wieder in mein Leben zurückgekehrt, und ich misse keine Minute, welche ich dafür aufgebracht habe.

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